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Luxus-Hotel: Modezar hält an Plänen fest

Fortschritt Träume von Alfredo Pauly für die ehemalige Weinbauschule sollen bald reif für die Beratung im Stadtrat sein

Von unserer Redakteurin Beate Au

M Kreisstadt. Abwinken. Kopfschütteln. Oder ein müdes Lächeln. Reaktionen hierzulande auf die Ankündigung von Modezar Alfredo Pauly aus Bad Neuenahr, mit der er alle Jahre wieder, diesmal pünktlich zum Jahreswechsel 2011, von sich reden macht: Er will bei Walporzheim ein „Château de luxe“ bauen, eine Verwöhnoase für Superreiche. Bisher sah man das dafür ausgesuchte Objekt, die ehemalige Weinbauschule, im Dornröschenschlaf. Doch jetzt soll etwas passieren: „Ich habe jetzt alle Gutachten für die erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans beisammen“, versichert Pauly. Er will sich Anfang Januar mit den beteiligten Fachbehörden im Rathaus von Bad Neuenahr-Ahrweiler an einen Tisch setzen. In der Tat liegen seit Kurzem erste gutachterliche Ergebnisse zum Thema Immissionsschutz vor, die in den kommenden Wochen geprüft und abgestimmt werden, wie die Stadtverwaltung auf RZ-Anfrage bestätigt.

Damit hat Pauly zunächst einmal auch an das Landesamt für Liegenschafts- und Baubetreuung (LLB) wichtige Signale für einen Fortschritt in der Angelegenheit gegeben und Argumente gegen den inzwischen aufkeimenden Verdacht geliefert, das Platzen einer Seifenblase hinauszuzögern. Denn Pauly muss den Kaufpreis von 1,84 Millionen Euro an die Landesbehörde laut Vertrag erst zahlen, wenn der Bebauungsplan rechtskräftig ist. Die Summe, die Pauly dank eines potenten Investors, der ungenannt bleiben will, aufgebracht hat, ist beim LBB treuhänderisch hinterlegt. Wäre bis zum 31. Dezember 2010 nichts passiert, hätte das Landesamt theoretisch vom Kaufvertrag zurücktreten können. An einem neuen Bieterverfahren ist die Behörde, die nach wie vor Vertrauen in Pauly hat und ihm zubilligt, das gutachterliche Prozedere unterschätzt zu haben, jedoch wenig interessiert. Hier ist man optimistisch. „Wir gehen davon aus, dass das Baurecht im Frühjahr 2011 erteilt wird“, heißt es in einer offiziellen Stellungnahme.

Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler ist da vorsichtiger: Denn wenn der Stadtrat die Entwürfe der Bauleitpläne abgesegnet hat, schließt sich die einmonatige Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung an. Gibt es hier Einwände, könnte dies zu Verzögerungen führen. Die Änderung des Flächennutzungsplans muss außerdem von der Kreisverwaltung genehmigt werden. „Läuft alles reibungslos, kann in diesem Jahr mit dem Abschluss des Bauleitverfahrens gerechnet werden. Das hängt allerdings davon ab, zu welchem Zeitpunkt der Investor uns die vollständigen, für die Beratung notwendigen Unterlagen zur Verfügung stellt“, so die Stadt. Pauly selbst entgegnet jeglichem Zweifel an der Ernsthaftigkeit seines Projekts mit dem Hinweis darauf, dass er persönlich samt Planungskosten und Kaufsumme bereits mit 2,6 Millionen Euro investiert habe.
RZ Bad Neuenahr-Ahrw. vom Mittwoch, 5. Januar 2011, Seite 13 (0 Views)

"Château de Luxe" verspätet sich

Modezar Alfredo Pauly optimistisch: Luxushotel in ehemaliger staatlicher Weinbauschule in Walporzheim soll 2010 eröffnen
Finanzkrise? Kein Problem, sagt Alfredo Pauly: "Dann sind die Zinsen niedriger." Sein "Château de Luxe" in Walporzheim - da ist sich der Pelzdesigner sicher - wird kein Luftschloss bleiben. 

KREISSTADT. Noch liegt die ehemalige staatliche Weinbauschule in Walporzheim im Dornröschenschlaf, doch für die villenartigen historischen Gebäude hat Alfredo Pauly mehr als nur die Schlüssel: Er hat große Pläne. Und die sind inzwischen konkreter geworden. Im kommenden Jahr, im August oder September 2010, will der schillernde Modezar hier ein Luxushotel mit Schönheitschirurgie eröffnen. Ende 2009 hatte es ursprünglich geheißen. Doch der Hotelier in spe hat, seit er vor gut einem Jahr erstmals öffentlich über seine Pläne plauderte, dazugelernt: Wo Behörden ihre Finger im Spiel haben, ist Geduld eine Tugend. "Dabei könnte die Investition schon seit einem Dreivierteljahr laufen", grollt der gebräunte 53-Jährige.
Auf dem rund 42 000 Quadratmeter großen Gelände an der Walporzheimer Straße zwischen Ahrweiler und Walporzheim sollen für einen zweistelligen Millionenbetrag die vier bestehenden historischen Gebäude in Luxustempel umgestaltet werden: Fresken, Spiegelwände und opulentes Design bis ins kleinste Detail - ganz nach dem Geschmack von Alfredo Pauly: Der Pelzdesigner mag es üppig. In 20 eleganten Suiten und acht neu zu bauenden Hotelvillen sollen sich die reichen und prominenten Gäste des "Château de Luxe" - maximal 58 - im siebten Himmel wähnen. Geplant waren zunächst zehn Villen; die Beschränkung auf acht ist dem laufenden Bauleitplanverfahren geschuldet. Demnach muss ein größerer Abstand zur Grundstücksgrenze eingehalten werden.
Abstand genommen hat Alfredo Pauly auch von der Idee, einen Parkplatz wie einen Dorn in die angrenzenden Weinberge ragen zu lassen. Die Überlegung, einen günstiger geschnittenen Parkplatz hinter das rückwärtige Gebäude zu verbannen, hat er einstweilen ebenfalls begraben. Nun werden 130 Parkplätze auf das Grundstück verteilt, das dadurch, wie Pauly bedauert, nicht eben schöner wird. Geplant ist eigentlich eine Parkanlage im Stil von Versailles, wobei der Baumbestand einschließlich einiger Obstbäume geschont werden soll. Denn auch die Vergangenheit als Lehr- und Versuchsanstalt soll nicht verleugnet werden, betont der Beinah-Bauherr. Doch solange die angrenzenden Winzer ihre Weinberge nicht verkaufen, muss nun mal an den Wegrändern geparkt werden. Dafür wird ein Schuppen abgerissen und ein zweistöckiges Gebäude mit zwei toskanischen Türmen errichtet, in dem sechs der 20 Suiten Platz finden. Der so entstehende Innenhof soll mediterranes Flair mit entsprechender Gastronomie an die Ahr bringen.
"Château de Luxe" verspätet sich - Stühle und Teppich von Versace
WALPORZHEIM. Alles in allem hat sich Pauly mangels Erfahrung, wie er freimütig zugibt, die ganze Planung einfacher vorgestellt. Stattdessen: Gutachten für alles und jedes. "Sogar auf erhaltenswerte Bombentrichter muss das Grundstück überprüft werden", stöhnt der Pelzdesigner. Anders sieht es sein Bauleiter aus Euskirchen, der laut Pauly Schlimmeres gewöhnt ist. "Besonders der Kreisverwaltung muss man ein Lob aussprechen", findet Pauly.
Und keineswegs ist es so, dass der Pelzdesigner seine Felle schwimmen sieht - auch nicht wegen der Finanzkrise. Schwierigkeiten mit den Banken? "Keineswegs", versichert Pauly. "Im Gegenteil: Dann sind die Zinsen niedriger." Da preist er sich glücklich, dass er den Kaufpreis ein Jahr nach Abschluss des Kaufvertrages noch gar nicht bezahlt hat. Bezahlt werden müsse erst nach Erteilung des Baurechts, erläutert Pauly. Was in solchen Fällen ein ganz und gar übliches Verfahren sei, bestätigt der Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB), der bis dahin Eigentümer des Grundstücks bleibt und gleichwohl keinen Zweifel hegt, dass der nächste Besitzer Alfredo Pauly heißt. Doch das dauert: Nach Auskunft der Stadtverwaltung ist mit dem Abschluss des Bauleitplanverfahrens frühestens in den ersten Monaten 2010 zu rechnen.
Immerhin, die Schlüssel hat Pauly schon, und in einem der historischen Gebäude (das laut Pauly um einen Wintergarten ergänzt wird, der - um dem Denkmalschutz zu genügen - eher einem Treibhaus als einer filigranen Orangerie gleichen wird) hat er bereits ein Baubüro eingerichtet. Der spätere Eventsalon ähnelt derzeit auf den ersten Blick einem Flohmarkt: alte Möbel und diverser Nippes. Doch wenn man weiß, dass Stühle und Teppich von Versace stammen und das Kaffeeservice zum Hausrat von Dior gehörte, sieht man die Ansammlung mit anderen Augen. Pauly will sechs Designer-Suiten je im Stil eines prominenten Modeschöpfers ausstatten - als Verbeugung vor großen verstorbenen Kollegen. Und natürlich mit Originalgegenständen.
Noch fällt es schwer, sich anstelle eines staubigen Schreibtisches einen Whirlpool vorzustellen. Doch Alfredo Pauly kann seinen Traum förmlich vor Augen sehen: den römisch anmutenden Wellnessbereich, den rustikalen Gewölbekeller und den Konzertsaal in Form einer sixtinischen Kapelle, die er als solche auch geweiht wissen will - zwecks kirchlicher Trauungen. Bei einer Audienz in Rom hat er dafür bereits den Heiligen Vater zu erwärmen versucht. Das entsprechende Foto findet sich in der Ausstellung mit den Design-Mustern.
Alfredo Pauly ist überzeugt: Die Kombination von spektakulärem Ambiente und kulturellen Highlights - nicht zuletzt Modeschauen - wird ein Top-Publikum in die Kreisstadt locken. Millowitsch im Kurhaus, aber die echten Stars im "Château de Luxe". Pauly: "Bad Neuenahr-Ahrweiler hat es verdient, aus seinem Dornröschenschlaf zu erwachen."
Frieder Bluhm

Rhein-Zeitung - Ausgabe Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 12.05.2009, Seite 18.

Ein Luxustresor für Luxusgüter

Altera Hermelin

Presse-Information FT-08-09
Modedesign-Star von Designtresor „Altera“ begeistert Kooperation zwischen Alfredo Pauly und Format Tresorbau Gemeinsame Weiterentwicklung für gehobene Klientel: „Altera Lifestyle“
Als innovativer Designtresor hat der „Altera“ von Format Tresorbau im Sommer 2008 bereits für Furore gesorgt. Jetzt erfährt der in Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Design-Studio Paretaia entwickelte Tresor eine Aufsehen erregende Weiterentwicklung: Alfredo Pauly, der für seine fantastischen Pelz-, Mode- und Schmuckkreationen bekannte Star-Designer, hat den unbegrenzt wandelbaren Tresor in eine exquisite Tresor-Vitrinenkombination mit nobelsten Innen- und Außenverkleidungsoptionen verwandelt. Für die Entwicklung und Vermarktung dieses Luxus-Tresors sind Alfredo Pauly und eine der größten Tresormarken Europas eine exklusive Kooperation eingegangen. Premiere feiert das erste Modell auf der Millionaire Fair Mitte Oktober 2008 in München.
Mit dem „Altera“ hat Format Tresorbau den ersten nahezu unbegrenzt gestaltbaren Tresor geschaffen – als extravaganten und geschmackvollen Bestandteil des gehobenen Wohn-, Büro- und Geschäftsambientes mit Verkleidungen in ausgesuchtem schwarzen oder roten Leder, Wurzelholz, filigran verarbeitetem Aluminium oder goldfarbener Metallummantelung . Das einzigartige Konzept dieses vollwertigen Tresors (VdS Klasse II – EN 1143-1)
hat den erfolgreichen Designer so begeistert, dass er in Kooperation mit Format gleich eine eigene, brilliante Neuschöpfung für die anspruchsvolle Kundschaft entwickelt hat. Der „Altera Lifestyle“ ist eine ausgesucht edle Kombination aus feinster Glasvitrine auf dekorativem Tresor.
Ein Luxustresor für Luxusgüter Das Modell bietet die Möglichkeit, wertvolle Uhren und Schmuckstücke auf drei Glasetagen elegant zu präsentieren und bei Bedarf schnell und einfach wieder in den sicheren Tresor direkt unter der Vitrine zu verschließen. Eine beeindruckende Lösung für den Privatgebrauch und nicht minder außergewöhnlich für den geschäftlichen Einsatz in gehobenen Juwelier- oder Schmuckgeschäften Ein Tresor im Hermelinmantel Für die Altera Lifestyle Außenverkleidung schweben Alfredo Pauly nobelste Materialien wie beispielsweise schwarzer Hermelinpelz oder klassisches braunes Leder in Kroko-Optik vor. Auch bei der Innenauskleidung sind den Wünschen und Geschmacksrichtungen (fast) keine Grenzen gesetzt. So können die Ausziehtablare und der Innentresor beispielsweise mit verschiedenen edlen Stoffen wie beispielsweise farblich harmonierendem Samt bezogen werden.
Ob für Außen oder Innen - der individuelle Geschmack der Kundschaft setzt die Grenzen. Der „Altera Lifestyle“ wird somit selbst zum repräsentativen Luxusgut im eleganten Wohn- und Geschäftsbereich Eine seiner Tresor-Kreationen wird Alfredo Pauly in seiner renommierten Boutique in Bad Neuenahr ausstellen und interessierte Kunden mit fachkundigen Empfehlungen individuell beraten.
Öffentliche Premiere feiert der „Altera Lifestyle“, cooperated by Alfredo Pauly, auf der erstmals in Deutschland stattfindenden Millionärsmesse „Millionaire Fair 2008“ (16. bis 19. Oktober in München). Außerdem präsentiert Format auf seinem Stand (Halle A6, Block D) weitere Altera-Varianten, darunter in
glamourösem cremefarbenen Leder mit feinsten Goldapplikationen.
Zu Format
1989 gegründet, zählt die Format Tresorbau GmbH & Co. KG mit Sitz in Hessisch Lichtenau inzwischen zu den führenden Tresor-Spezialisten Europas. Das zur DIC AG Group gehörende Unternehmen beschäftigt 150 Mitarbeiter in Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service. Das Format Produktsortiment umfasst neben klassischen Tresoren unter anderem auch Depositschränke, Datenschutzschränke und Tresore für Geldautomaten.

Format Tresorbau GmbH & Co. KG
PR-Abteilung / Andrea Rabini
Industriestr. 10-24,
37235 Hessisch Lichtenau
Tel.: 05602 / 913-999
Fax: 05602 / 939-720
a.rabini@format-tresorbau.de
www.format-tresorbau.de

Stand: Oktober 2008

Rhein-Zeitung- Ausgabe Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 18.10.2008

Rhein-Zeitung- Ausgabe Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 18.10.2008

Legenden lieferten Ideen für Laufsteg 

Modedesigner Alfredo Pauly präsentierte seine aktuelle Winter-Kollektion

Pudel und Pelze bestimmten die Szenerie im Kurhaus von Bad Neuenahr bei Alfredo Paulys Modenschau.
BAD NEUENAHR. Wenn Modedesigner Alfredo Pauly seine neue Winter-Kollektion präsentiert, dann dürfen die Besucher auf eine abendfüllende, unterhaltsame Show rechnen. So auch am Freitagabend, als rund 500 Gäste im Großen Kurhaussaal in Bad Neuenahr eine gelungene Kombination von Theater, Tanz, Musik, schicken Klamotten und köstlichem Essen erlebten.
Unter dem Motto "Legenden" präsentierten rund 40 Akteure wertvolle Pelze, Abendroben und elegante Damenbekleidung des Bad Neuenahrer Modeschöpfers Alfredo Pauly in drei Akten mit insgesamt 24 Bildern. Musiklegende Frank Sinatra mit seinem Song "New York, New York" eröffnete das Bühnenspektakel, und Models in grau gefärbten Hermelinmänteln über reichlich mit Strass und Pailletten bestickten Abendkleidern schritten über den Catwalk, silber-glänzende Wolkenkratzer als dekorative Kopfbedeckung.
Bunte Pelzjäckchen und Schlaghosen bestimmten das Bild zu Reggae-Musiker Bob Marley, zum Gesang von Marlene Dietrich waren dunkle Hosenanzüge mit Goldstreifen und sportliche schwarze Nerzmäntel zu sehen.
Caruso und die Beatles, Madonna und Michael Jackson, Maria Callas und die Rolling Stones - mehr als 20 legendäre Persönlichkeiten der Film- und Musikgeschichte dienten dem Designer als thematische Aufhänger für seine aufwendigen Bühnenbilder. Mit Hilfe von Lichteffekten, Musik, Tänzern, Playbacksängern und Models setzte er rund 2500 Teile der Winterkollektion 2008/09 gekonnt und unterhaltsam in Szene.

Bevor die Show im Barocksaal begann, fand im Foyer des Kurhauses ein Sektempfang statt. Zahlreiche Fernsehkameras und Fotografen hatten sich am Eingang postiert, um die Gäste abzulichten und vielleicht einen Promi vor die Linse zu bekommen. Wie Rosemarie und Johanna von den Jacob Sisters, die zu Alfredos Stammgästen zählen und wie immer ihre sorgfältig zurechtgemachten weißen Pudel auf dem Arm trugen.
Auch andere Damen waren mit Schoßhündchen zum Galaabend erschienen und hatten ihren Vierbeinern edelsteinbesetzte Halsbänder angelegt. Alfredo Pauly, der anschließend durch das Programm führte, hatte seinen schwarzen Abendanzug mit einer Hermelinstola aufgepeppt.
Nach Mitternacht wurden die Gewinner der Tombola ermittelt. Der Erlös ist in diesem Jahr für den "Bunten Kreis", eine lokale Hilfsorganisation für krebskranke Kinder, bestimmt. (gg)

Rhein-Zeitung - Ausgabe Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 13.10.2008, Seite 10.

Alfredo Pauly plant Luxushotel in Weinbauschule

Pelzdesigner erhielt Zuschlag für Gebäudekomplex in Walporzheim: Rat stimmte zu - Domizil für reiche Menschen

KREISSTADT. Alfredo Pauly hat den Zuschlag für die Weinbauschule in Walporzheim erhalten, die das Land zum Verkauf ausgeschrieben hatte. Das bestätigte der Pelz- und Modedesigner aus Bad Neuenahr-Ahrweiler gestern der Rhein-Zeitung. Pauly will in dem denkmalgeschützten Gebäudekomplex ein Beauty-Wellness-Hotel der Luxusklasse mit "Eventcenter" eröffnen.

Der Modeschöpfer rechnet mit einem Investitionsbedarf in Höhe von sechs bis sieben Millionen Euro. Die Finanzierung stemme er in Eigenregie mit Banken - vor allem, um das von ihm kreierte Konzept nach seinen Vorstellungen einheitlich verwirklichen zu können.

Mit dem Edeldomizil will Pauly die Superluxuskunden, die er zum Beispiel in Paris bediene, in die Region holen. "Dies ist unter den derzeitigen Bedingungen hier in Bad Neuenahr nicht möglich", sagt er. In dem von ihm geplanten Hotel sollen sich die Reichen aus aller Welt in purem Luxus bewegen. "Es fängt damit an, dass sie mit dem Wagen bis zur Tür vorfahren oder mit dem Hubschrauber einfliegen können", so Pauly. Den Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler hat der Modezar bereits überzeugt: Einstimmig sprach sich der Rat für die beantragte Nutzungsänderung aus, nachdem Pauly sein Konzept vorgestellt hatte. "Für uns ist die touristische Ausrichtung im Interesse der Gesundheits- und Fitnessregion von Bedeutung", erklärte Bürgermeister Hans-Ulrich Tappe auf Anfrage der RZ. "Wenn das Konzept so realisiert werden kann, hat es einen Pilotprojekt-Charakter auf hohem touristischem Niveau", so der Stadtchef.

"Wir erhielten unter rund 30 Bewerbern den Zuschlag. Unser Konzept hat überzeugt", sagt Pauly. Und das sieht vor, die Gebäude der ehemaligen Landes-Lehr- und Versuchsanstalt in ihrer jetzigen Form zu erhalten, optisch jedoch aufzuwerten. Etwa mit viel Stuck und Blattgold. Der Park des 40 000 Quadratmeter zählenden Grundstücks soll nach dem Vorbild französischer Schlossgärten angelegt werden - mit weißen Kieswegen, Buchsbäumen und Brunnenplatz.

Schönheitschirurgie, Wellness-Bereich, Gourmet-Restaurant, Eventcenter in Form eines Barocksaals für Modenschau und Kulturveranstaltungen sowie zehn Hotelsuiten in edelstem Ambiente sind nur einige Details seiner Planung - opulent, verschnörkelt, mit Wand- und Deckenmalereien. Ein Luxusshop für seine gesamte Produktpalette und weitere Edeldesigner, eine Weinkirche sowie ein sakral gestalteter Konzertsaal für Lesungen und kirchliche Trauungen gehören ebenso in sein Konzept wie ein toskanischer Dorfplatz mit italienischem Restaurant. "Wir wollen mit den Spitzenanbietern der Region kooperieren, wie etwa Brogsitter's", so Pauly. Mit einem großen Knall soll das Luxushotel im April 2009 eröffnet werden. Rike Bouvet



Rhein-Zeitung - Ausgabe Bad Neuenahr-Ahrweiler vom 29.09.2007, Seite 21